Birmingham, Nashville, Lansing und Washington DC

9 10 2012

What´s up there?! 🙂

^^Mal eine typisch amerikanische Begrüßung an meine lieben Daheimgebliebenen!

Heute melde ich mich (wahrscheinlich das vorletzte Mal auf meiner Reise) aus Washington DC! Wieder ist eine Woche vergangen und ich habe viel gesehen und viel erlebt. Es ist immer schwer alles in Worte zu fassen, denn ich könnte stundenlang darüber erzählen. Leider ist das nicht möglich und ich muss mich immer sehr kurz fassen. Hier ist meine kleine Zusammenfassung für euch:

Am Mittwochabend habe ich die letzten Stunden in New Orleans genossen. Ich lief durch die Stadt und lauschte der Musik an jeder Straßenecke. Schließlich traf ich mich mit meiner Reisegruppe zum Abendessen und wir verbrachten einen netten –Jazz- Abend in New Orleans. Ich genoss eine letzte Nacht im bequemen Hotelbett, bevor es am nächsten Morgen mit unserer Campingtour weiter ging.

Gegen Mittag haben wir uns auf den Weg nach „Birmingham“ gemacht. Unterwegs stoppten wir ein paar Mal um die kreative „Helloween“-Dekoration in den Vorgärten zu bestaunen. „Helloween“ ist in Amerika DAS Fest überhaupt und es wird überall ganz groß gefeiert. Anfang Oktober fangen die Leute an „verrückt“ zu werden und es wird dekoriert und an den Kostümen gearbeitet. Es ist ein richtiger Wahn und jeder will das beste Kostüm oder die beste Hausdekoration haben. Wir besuchten ein Haus, welches mehrmals „gewonnen“ hat und somit in der Zeitung war. Es ist echt Wahnsinn, was sich die Amerikaner alles einfallen lassen! Nach dem „Helloween“- Stopp waren wir noch Lebensmittel einkaufen und schließlich kamen wir erst spät auf den „Highway“ in Richtung „Birmingham“. Erst nach Sonnenuntergang, spät am Abend, erreichten wir den „Campground“ und wir bauten unsere Zelte in absoluter Dunkelheit auf. Abendessen gab es um 22 Uhr und nach einem kleinen Lagerfeuer sind wir alle müde ins Bett gefallen.

ein typischer Vorgarten

Helloween im Garten

Helloween in Amerika

die lazy bones hab ich auch manchmal 😉

Am nächsten Morgen hatten wir etwas mehr Zeit und wir konnten gemütlich Frühstücken, bevor wir uns auf den Weg Richtung Stadt gemacht haben. Es war jedem selbst überlassen, ob er die Stadt ansehen möchte oder lieber länger schlafen will. „Schlafen kann ich zu Hause“, dachte ich mir und ich fuhr in eine Stadt, von der ich noch nie etwas gehört hatte. „Birmingham“ ist keine Touristenstadt und es gibt keine Sehenswürdigkeiten oder eine lebendige Innenstadt! ABER….oh mein Gott…ich war super überrascht! Die Stadt ist voller Geschichte und interessanten Denkmalen. In 1963 fanden die ganzen Freiheitskämpfe statt und die farbigen Leute standen für ihre Rechte ein. Ich lief einen „History-Walkway“ durch die ganze Stadt und lernte so viel über die Proteste und Kämpfe für Recht und Freiheit. Normalerweise bin ich an Geschichte nicht so wahnsinnig interessiert, aber diese Stadt hatte es mir irgendwie angetan! Ich genoss meinen Stadtspaziergang und lernte dabei noch viel – perfekt! In einem kleinen Eiscafe gönnte ich mir einen „Frozen Yoghurt“ und die Verkäuferin fing doch tatsächlich noch einen kleinen „Streit“ mit mir an! Ich unterhielt mich ein bisschen mit ihr, während ich meinen „Frozen Yoghurt“ ausgewählt habe und zum Schluss fragte sie mich, wo ich denn in Birmingham wohnen würde. Ich sagte, dass ich nur zum Urlaub hier bin und auf den Weg nach New York wäre. „Ah, sie wohnen also in New York“, meinte sie!  „Nein, ich komme aus Deutschland“, war meine Antwort. Das wäre ja überhaupt nicht möglich, meinte sie dann und ich sagte immer wieder „doch, doch…ich bin wirklich aus Deutschland!“ Warum ich sie anlügen würde, wollte sie dann wissen?!?! Man hört doch an meinem Akzent, -ganz klar!-  dass ich nicht aus Europa bin, sondern aus einem englischsprachigen Land. Sie war so beleidigt, weil ich sie „anlügen“ würde, dass ich ihr zu guter Letzt meinen Reisepass gezeigt habe. Ups…da war die gute Frau aber baff. Ich bin tatsächlich aus Deutschland!! Sie entschuldigte sich und sagte, ich solle es als Kompliment aufnehmen, denn mein Englisch wäre perfekt! „Danke für das Kompliment“, sagte ich und schließlich verließ ich das Cafe. Witzige Geschichte… 🙂 Nach dieser kleinen „Auseinandersetzung“ machte ich mich schließlich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt und ich fuhr mit den anderen aus meiner Gruppe weiter nach „Nashville“. Wir kamen am frühen Abend an, hatten aber nicht viel Zeit, denn wir wollten den Bus in die Stadt nehmen und zum Abendessen gehen. Ich schaffte es in 15 Minuten zu duschen, mir mein „Cowboy- Outfit“ anzuziehen , meine Haare zu föhnen und zur Bushaltestelle zu rennen!! Wir fuhren in die Stadt, aßen zu Abend und genossen die Live-Musik an jeder Ecke. „Nashville“ ist der Geburtsort von Countrymusik und Cowboys. In jeder Ecke spielten Bands und wir tanzten ein paar Runden „Jive“, bevor ich mit dem Shuttel zurück zum Campingplatz gefahren bin. Ich hatte kein Zelt aufgebaut, denn wir hatten ja keine Zeit!!! Ich schlief also unter freiem Himmel – einfach nur mit meiner Isomatte und meinem Schlafsack! (Wow…das ist vielleicht super!!- So lange das Wetter gut ist!) Der Wettergott meinte es aber gar nicht gut mit mir uns es fing an zu regnen. Ich flüchtete in unseren Van und verbrachte die Nacht im Auto. Das war gar nicht so schlecht, ich hatte schon schlimmere Betten auf meiner Reise! 🙂

eine Stadt voller Geschichte

Freiheits- und Rechtskämpfe fanden 1963 statt

Projekt „erhaltet Birmingham schön“

Denkmal 11. September

Cowboy-Boot for dem Coyoty Ugly

Um 6 Uhr klingelte der Wecker, denn unsere längste Tour (805km!) stand uns für diesen Tag bevor. Um 7 Uhr waren wir auf dem „Highway“ – alle mehr oder weniger im Halbschlaf. 10 Stunden Autofahrt lagen vor uns und wir vertrieben uns die Zeit mit Frühstück, kleinen Spielen und Erzählungen. Wir  machten immer mal wieder kleine Pausen und schließlich kamen wir am Abend in „Lansing“ (West Virginia) an. Wir hatten unsere letzte Zeitzone erreicht und somit eine Stunde verloren. Wir kochten unser Abendessen mit dem Campingkocher und nach einem gemütlichen Lagerfeuer bin ich in mein Zelt gekrochen!

Ich in der Dunkelheit (hab herausgefunden, was meine Kamera alles kann) 😉

typischer Campingabend: kochen in der Dunkelheit

…und Lagerfeuer

Am Sonntagmorgen konnten wir etwas länger schlafen und der Vormittag stand uns zur freien Verfügung. Es hatte die ganze Nacht geregnet und das Wetter war immer noch „nass und kalt“, aber ich machte einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Gegen Mittag sind wir dann wieder weiter gefahren. Unser nächstes Ziel: Washington DC! Es regnete den ganzen Tag und wir telefonierten -was das Zeug hält- um ein Motel oder Hostel zu finden. Leider waren wir zu spät dran….es gab also keine andere Möglichkeit…wir mussten campen. Wir kamen am Abend an und im Regen und in der Dunkelheit  bauten wir die Zelte auf! Alles war nass und kalt und es war nicht möglich mit dem Campingkocher zu kochen. Wir fanden ein Restaurant „China Buffet“ und genossen schließlich unser chinesisches Abendessen. Zurück im Camp sind wir in unsere Zelte gekrochen und versuchten zu schlafen. Es war verdammt kalt (0°C) und mein Schlafsack hat mich nicht mehr wärmen können. Die Nacht war dementsprechend kurz.

Spaziergang durch den Wald

Ich stand am frühen Morgen auf, um eine heiße Dusche zu nehmen. Ich machte mich fertig und frühstückte und schließlich ging es in die Stadt! Ein ganzer Tag lang Sightseeing in Washington!!! Es gibt sooooo viel zu sehen und ich dachte, dass mir die Zeit nicht ausreichen würde!! Aber ich habe das Beste drauß gemacht….insgesamt war ich 13 Stunden am Stück unterwegs. Ich habe mir zuerst das Museum für „Air & Space“ angesehen, danach ging es weiter zum „U.S. Capitol“ und zum „Nationalmuseum of Natural History“. Zum Mittagessen bin ich in das „alte Post Office“ gegangen und dort konnte ich einen Blick von oben auf die Stadt werfen. Man hat eine wunderbare Aussicht da oben!! Nach dem Mittagessen habe ich mir das „Weiße Haus“ angesehen und das „Washington Monument“, das „zweite Weltkrieg Denkmal“, das „Vietnam Krieg Denkmal“ und das „Lincoln Denkman“. Schließlich bin ich in das „Holocaust Museum“ gegangen und habe mir die Geschichte von Deutschland noch mal angesehen. Es ist immer wieder erschreckend und macht mich traurig….wieviele Juden sind doch in den Konzentrationslagern gestorben! 🙁 Nach dem Museum habe ich mich mit meiner Gruppe getroffen und gemeinsam haben wir uns den Wachwechsel an der „Arlington Cemetery“ angesehen, bevor wir zu unserem Abschluss-Abendessen gegangen sind. Es gab thailändisches Essen und zum Nachtisch die berühmten D.C. Cupcakes!!! Wow…das war ein tolles Abschlussessen!! Und lecker! 🙂 Zur Krönung sind wir danach noch mal in die Stadt gefahren und wir haben eine zweistündige Walking- Tour um die Monuments gemacht. Mit der Beleuchtung sieht noch mal alles ganz anders aus, als am Tag. Wir haben also das Denkmal für den Vietnamkrieg, das Denkmal für Lincoln, das Denkmal für Martin Luther King, das Denkmal für den Korean Krieg und das 2. Weltkrieg- Denkmal gesehen. Ich kann also stolz sagen: Ich habe alles gemacht, was in einem Tag nur möglich ist!!

im Air & Space Museum

Ich am Capitol

Museum of Natural History

old post office

Aussicht vom Post Office

das Post Office von innen

der Eingang

das weiße Haus

näher kommt man nicht dran 😉

Washington Monument

Eingang zum Holocaust Museum

„Reflection“ am Denkmal für den Vietnam Krieg

Reflection Pool mit Monument im Hintergrund

Arlington Cemetery

Wachwechsel

bester Nachtisch!!!

lecker!!!

Nachttour: Lincoln Denkmal

Korea Krieg Denkmal bei Nacht

Denkmal für Martin Luther King

2. Weltkrieg Denkmal bei Nacht

Jetzt (23 Uhr) sind wir zurück zum Campingplatz gekommen und wir sind alle sehr müde!! (Und mir tun die Füße weh!) Ich werde gleich in meinen Schlafsack kriechen, bevor es morgen Früh weiter geht! Nächstes (und letztes) Ziel: New York City! Leider ist mein Road Trip dann zu Ende und ich muss mich von meiner Reisegruppe trennen! Aber ich werde meine letzten 5 Tage mit einem Freund (Flo) in einer super Stadt verbringen….darauf freue ich mich!

Ich melde mich bald wieder!

eure Christiane



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2 Antworten zu “Birmingham, Nashville, Lansing und Washington DC”

  • Carola Helfrich sagt:

    hello,
    alles mal wieder sehr genial! 🙂 Genieße den Endspurt
    Bis ganz bald 🙂
    LG caroa

  • Hi Chrissi,
    so, Dein Endspurt hat begonnen – genieße es! Hab gaaaanz viel Spaß in meiner Heimatstadt, und komm dann gut wieder nach Hause!
    Ich freue mich darauf, Dich bald wieder zu sehen!
    Dicker Schmatza,
    Peter.

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